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Schwerpunkte

Zu den Forschungsgebieten zählen das Internationale Controlling, das Rechnungswesen entgeltregulierter Unternehmen mit dem Branchenfokus Energie und Wasser, das Controlling von Non-Profit-Organisationen, Risikomanagement, Controlling von Industrie 4.0 sowie Kalkulations- und Kostenmanagement. Alle Themenbereiche verbindet der Anspruch, empirische Controlling-Forschung auf international hohem Niveau durchzuführen.

In der Forschung zum Internationalen Controlling werden Lösungen für die wesentlichen Störfaktoren des Controlling im internationalen Kontext entwickelt, z.B. zur Behandlung von Wechselkursschwankungen im Planungs- und Kontrollprozess, zur Berücksichtigung kultureller Einflüsse auf das internationale Controlling oder zur Inflationsbereinigung von Ergebnissen in Hochinflationsländern. Diese verschiedenen Fragestellungen fließen in das Lehrbuch zum Internationalen Controlling ein. Besondere Aufmerksamkeit wird dem international vergleichenden Controlling gewidmet. Ausgangspunkt sind die beobachteten erheblichen Unterschiede bei den Controlling-Praktiken verschiedener Länder. In den bisherigen Studien wurde primär das deutsche Controlling dem Verständnis in Frankreich, Spanien, Lateinamerika, China und dem arabischen Raum gegenübergestellt. Zur Zeit werden vergleichende Studien mit Italien und Russland durchgeführt.

Aktuelle Dissertationen
  • Management control systems: planning an explorative study in Russia
  • Der Prozess zur Implementierung steuerkonformer Verrechnungspreise

Einen branchenbezogenen Schwerpunkt setzt der Lehrstuhl bei Controlling-Fragestellungen der Ver- und Entsorgungswirtschaft. Branchenbezogen haben dabei zum einen die Energiewirtschaft sowie zum anderen die Wasser-/Abwasserbetriebe eine herausgehobene Bedeutung. Im Bereich der Energiewirtschaft arbeitet der Lehrstuhl zu verschiedenen Fragen der Unternehmenssteuerung eng mit entgeltregulierten Unternehmen zusammen. Dabei geht es vor allem um die Auswirkungen der Anreizregulierung auf Energieversorger und unternehmerische Antwortstrategien darauf. In diesem Zusammenhang wurde 2015 gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Posch im Auftrag des BDEW das Gutachten „Korrekturbedarf bei der Ermittlung von risikolosem Basiszinssatz und Marktrisikoprämie“ verfasst.

Im Bereich der Wasserwirtschaft ist Prof. Dr. Andreas Hoffjan seit 2010 auch Wissenschaftlicher Direktor eines der führenden deutschen Wasserinstitute, dem IWW – Zentrum Wasser in Mülheim. Bei dem IWW handelt es sich um ein Mitgliedsinstitut der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft. Die wasserwirtschaftlichen Forschungsschwerpunkte beziehen sich sowohl auf die Trinkwasserversorgung als auch die Abwasserbeseitigung. Letztere befassen sich dabei schwerpunktmäßig mit der Schnittstelle zwischen Controlling und Regulierung, u.a. der Unternehmenssteuerung und der Effizienzmessung der Abwasserentsorgung.

Aktuelle Dissertationen
  • Entwicklung einer Soll-Konzeption für das Kostenmanagement in Energieversorgungsunternehmen
  • Energieeffizienz als Gegenstand des Controllings
  • Zielorientierte Steuerung in der kommunalen Abwasserentsorgung
  • Methoden zur Effizienzmessung der Abwasserentsorgung in Deutschland
  • Does Innovation Accounting Improve Innovation Performance in GES?
  • Benchmarking in Zeiten der Digitalisierung am Beispiel der Energiewirtschaft
  • Integrierte Mittelfristplanung – Eine empirische Untersuchung bei Verteilnetzbetreibern
Aktuelle Working Paper

Der mit der Dissertation von Prof. Dr. Andreas Hoffjan aufgebaute Forschungsschwerpunkt Controlling in öffentlichen Verwaltungen unterstützt den bestehenden Reformprozess der öffentlichen Hand und von Non-Profit-Organisationen. Aktuell werden dazu Erfolgsfaktoren von Public Private Partnerships und Steuerungsansätze in Stiftungen untersucht. Gerne werden diese Thematiken auch in international vergleichender Perspektive erörtert, so z.B. zum Risikomanagement, bei dem deutsche mit britischen Non-Profit-Organisationen verglichen wurden.

Einen besonderen Schwerpunkt bilden dabei die Kalkulationsgrundsätze bei öffentlichen Aufträgen. Basis dafür ist der gemeinsam mit den Juristen Hans-Peter Müller herausgegebenen Leitkommentar für das öffentliche Preisrecht Ebisch/Gottschalk „Preise und Preisprüfungen bei öffentlichen Aufträgen“. Im Jahr 2015 wurde zudem im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums gemeinsam mit Prof. Dr. Oliver Dörr das Gutachten „Die Bedeutung der Verordnung PR Nr. 30/53 über die Preise bei öffentlichen Aufträgen“ erstellt. Aktuelle Forschungsarbeiten dazu befassen sich mit der Kostenverrechnung sowie der Prüfung der Kalkulation bei öffentlichen Aufträgen und Zuwendungen auf Kostenbasis sowie Besonderheiten bei der IT-Kalkulation.

Aktuelle Dissertationen
  • Controlling in Stiftungen
  • Management Control in Public Private Partnerships
  • Kommunales Beschaffungscontrolling unter besonderer Berücksichtigung von Vergabe- und Preisrecht
  • Öffentliche Förderung von Forschungs- und Entwicklungsleistungen durch Zuwendungen auf Kostenbasis
  • Entwicklung eines Marktpreis-Prüfungsstandards für öffentliche Aufträge
  • Gemeinkostenverrechnung im öffentlichen Preisrecht

Beginnend mit der Habilitationsschrift „Risikorechnung für industrielle Auftragsfertiger“ befasst sich der Lehrstuhl mit Fragen des Risikomanagements aus der Controlling-Perspektive. Die Forschungsarbeiten adressieren dabei unterschiedlichste Risikokategorien, z.B. in der Lieferkette oder aus der natürlichen Umwelt. Von besonderem Interesse sind dabei Ansätze zur Steigerung der Qualität des Risikomanagement. Daher wird der Beitrag des Risikomanagement zum unternehmerischen Erfolg überprüft. In diesem Zusammenhang spielt auch der Aufsichtsrat eine wichtige Rolle, der sich von der Wirksamkeit des Risikomanagement überzeugen muss. Für die praktische Relevanz der Forschungsinhalte sorgt die enge Verknüpfung von Prof. Dr. Hoffjan mit dem gelebten Risikomanagement, vor allem in seiner Funktion als wissenschaftlicher Leiter für Risikomanagement-Kurse des Seminaranbieters Management Circle.

Aktuelle Dissertationen
  • Klimawandel und Risikomanagement in der Wasserwirtschaft
  • IT-Unterstützung im Risikomanagement - Risikomanagementstandardsoftware
  • Risikoreporting – Informationsqualität und Gestaltung der internen Risikoberichterstattung
  • Steuerung der IT-Sicherheit

Der Lehrstuhl Controlling gehört dem DFG-Graduiertenkolleg „Anpassungsintelligenz von Fabriken im dynamischen und komplexen Umfeld an. Dort erarbeiten Doktoranden unterschiedlicher Fachdisziplinen ihre Doktorarbeit im Bereich der Anpassungsplanung von Fabriksystemen. Einen besonderen Schwerpunkt der Forschungsarbeit des Lehrstuhls bildet dabei die Analyse der Auswirkungen von Industrie 4.0 auf die Unternehmenssteuerung. Dem Controller stellen sich infolge des schlichten Volumens der Daten, der Heterogenität der Daten und der Geschwindigkeit ihrer Bereitstellung zahlreiche Herausforderungen. Diese betreffen die Verbesserung der Datenqualität, aber auch die Sicherstellung der Datenhoheit mit dem „single point of truth“. Diese Thematiken werden in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus der Informatik und dem Maschinenbau inhaltlich erschlossen.

Aktuelle Dissertationen
  • Steuerung von Projekten im Kontext der Industrie 4.0 - eine Betrachtung des strategischen und operativen Projektcontrollings
  • Die Auswirkungen der Digitalisierung industrieller Fertigungsprozesse auf das operative Produktionscontrolling
  • Investitionscontrolling in Zeiten von Industrie 4.0
  • Das vergütungsspezifische Personalcontrolling im Rahmen der Industrie 4.0

Mit den Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet des Kalkulations- und Kostenmanagements widmet sich der Lehrstuhl einem Forschungsfeld, das von einem starken Praxisbezug geprägt ist. Getrieben von sich intensivierendem Wettbewerb und dynamischen Märkten steht die Sicherung einer konkurrenzfähigen Kostensituation im Fokus von Unternehmen. Es geht dabei um komplexe Gestaltungsmechanismen, die Einfluss auf vielfältige Programm-, Potenzial- und Prozessentscheidungen im Unternehmen haben. Transformative Kräfte, wie sie die Digitalisierung oder der Strukturwandel in bestimmten Branchen darstellen, wirken sich zusätzlich komplexitätserhöhend aus und verändern das Setting unter Umständen grundlegend. Die Analyse der Auswirkungen solcher Wandlungsprozesse auf das Kostenmanagement und die Kalkulation steht im besonderen Fokus der aktuellen Forschungsaktivitäten.

Aktuelle Dissertationen
  • Der Einfluss von Product Cost Management-Tools auf die Kalkulationsgüte
  • Kostenmanagement in Energieversorgungsunternehmen - Eine empirische Analyse unter besonderer Berücksichtigung des sektoralen Strukturwandels

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Um mit dem Auto vom Campus Nord zum Campus Süd zu gelangen, besteht die Ver­bin­dung über den Vogelpothsweg / die Baroper Straße. Wir empfehlen Ihnen, Ihr Auto auf einem der Parkplätze des Campus Nord abzustellen und die H-Bahn (hängende Einschienenbahn) zu nutzen, die die beiden Stand­or­te bequem verbindet.

Direkt unter dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark.

Straßennavigation von und zur Technischen Universität Dortmund:

OpenStreetMap Routing Machine

Das Dokument bzw. die Grafik stellen sehr vereinfacht die Autobahnen und Bundesstraßen rund um die Technische Universität Dort­mund dar:

Umgebungskarte (PDF)

Umgebungskarte (Grafik)

Die Onlinekarte unterstützt beim Auffinden von und Navigieren zwischen Einrichtungen und Gebäuden auf dem Campus:

Interaktive Campuskarte

Dieses Dokument enthält einen einfachen Campusplan in deutsch und englisch:

Campusplan (PDF)